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Robert L. Crippen ist ein US-amerikanischer Astronaut, der im April 1981 als Pilot bei der historischen Erstmission des Space Shuttles Columbia (STS-1) zum Einsatz kam. Zusammen mit Kommandant John Young führte er den ersten bemannten Orbitalflug ohne vorherige unbemannte Testflüge durch. Crippen war außerdem Kommandant von drei nachfolgenden Shuttle-Missionen (STS-7, 41-C, 41-G).

Wichtige Informationen zu Robert Crippen und der Columbia-Mission:

  • Rolle bei STS-1: Er steuerte die „Columbia“ bei ihrem Erstflug und bediente dabei die Computer, die elektrischen Systeme und die Laderaumtüren.

  • Mission STS-1: Der Flug dauerte vom 12. bis zum 14. April 1981, und das Space Shuttle landete auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien.

  • Berufserfahrung: Er verbrachte insgesamt über 565 Stunden im Weltraum.

  • Beruflicher Werdegang: Nach Beendigung seiner Karriere als Astronaut war er als Direktor des Kennedy Space Centers tätig (1992–1995).

Crippen nahm an wichtigen Tests teil, darunter die Anflug- und Landetests (ALT) des Shuttles.

Karriere als Astronaut

  • 1966 – Am 17. Juni wurde er als einer von fünf Testpiloten für das MOL-Programm (Manned Orbiting Laboratory) der Luftwaffe ausgewählt. In dieser zweiten Gruppe von Piloten, die für dieses Programm qualifiziert waren, befanden sich auch spätere Astronauten des Space-Shuttle-Programms: Karol Bobko, Charles Fullerton, Henry Hartsfield und Robert Overmyer. Das für das MOL-Programm vorbereitete Astronautenteam wurde im August 1969 aufgelöst.

  • 1969 – Am 13. August wurde er in die 7. Gruppe der NASA-Astronauten (NASA-7) aufgenommen und begann mit der Grundausbildung.

  • 1972 – Er leitete ein dreiköpfiges Team, das das SMETA-Experiment durchführte (Höhenversuch im Rahmen der medizinischen Experimente an Bord des Skylab), bestehend aus einer 56-tägigen Simulation eines geplanten Flugs zur Raumstation Skylab. Neben Crippen nahmen auch Karol Bobko und William E. Thornton daran teil. Der Test ermöglichte die Entwicklung bestimmter Ausrüstungskomponenten, die Festlegung von Arbeitsabläufen für die Besatzung sowie die Erfassung mehrerer wichtiger medizinischer Daten.

  • 1973–1975 – Er gehörte zu den Bodenunterstützungsteams aller drei bemannten Missionen zur Raumstation Skylab. In ähnlicher Funktion war er im Juli 1975 während der sowjetisch-amerikanischen ASTP-Mission tätig (Apollo-Sojus-Testprojekt).

  • 1978 – Am 17. März wurde er zum Piloten des Testflugs STS-1 ernannt, der ersten bemannten Mission des Space-Shuttle-Programms.

  • 1981–1984 – Er nahm an vier Raumflügen teil: als Pilot bei STS-1 (12.–14. April 1981) und als Kommandant der Missionen STS-7 (18.–24. Juni 1983), STS-41-C (6.–13. April 1984) und STS-41-G (5.–13. Oktober 1984).

  • 1986–1989 – Er sollte eigentlich Kommandant der für den Sommer 1986 geplanten Mission STS-62-A werden, doch nach der Challenger-Katastrophe wurde der Flug abgesagt. Kurz darauf wurde er stellvertretender Leiter des Shuttle-Betriebs am John F. Kennedy Space Center (KSC) der NASA. Er war für die Flugvorbereitung und den Transport der Shuttles von der Edwards Air Force Base in Kalifornien zum KSC verantwortlich.

  • 1990–1992 – Er war Leiter des Space-Shuttle-Programms in der NASA-Zentrale in Washington. Am 31. Dezember 1991 schied er aus dem Astronautenkorps der NASA aus.

  • 1992–1995 – Er war Direktor des KSC. Er war für die Durchführung des Shuttle-Flugprogramms verantwortlich.

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